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Innenstadt-Wehrvorsitzender Jahn blickt auf vergangenes Vereinsjahr zurück

„Sind bereit, Menschenleben zu retten

Mit sechsmonatiger „Corona-Verspätung“ hielt die Schlüchterner Innenstadt-Wehr in der Stadthalle ihre Jahreshauptversammlung ab. Diese war von umfangreichen Jahresberichten, Vorstandswahlen und Ehrungen gekennzeichnet.

„Dieses Jahr ist alles anders. Anstatt im Frühjahr treffen wir uns im Herbst zur Jahreshauptversammlung“, sagte Vorsitzender Mirko Jahn. Er ist seit acht Jahren Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr Schlüchtern und wurde jetzt unter Leitung von Stadtrat Reinhold Baier (CDU) einstimmig wiedergewählt, ebenso Stellvertreter Norbert Griebel.

„Schon lange sind wir nicht mehr eine Wehr gegen das Feuer, sondern die Organisation, die auch bei den widrigsten Bedingungen bereitsteht, um Menschenleben sowie Hab und Gut zu retten“, sagte Jahn. Und: „Bei vielen Einsätzen ist wieder deutlich geworden, was die Bevölkerung an ihrer Feuerwehr hat und was diese zu leisten imstande ist.“ Als Beispiele nannte er die Hochwasserereignisse im vergangenen Jahr.

Wie der Vorsitzende berichtete, gehören der Feuerwehr Schlüchtern-Innenstadt zurzeit insgesamt 733 Mitglieder an, davon 625 fördernde Mitglieder. Eine hohe Anzahl sei erforderlich, damit der Verein seinen satzungsgemäßen Aufgaben zur Förderung des Brandschutzes nachkommen kann. Die Mitgliederwerbung habe eine große Bedeutung. Laut Jahn werden alljährlich beträchtliche Summen in die Ausstattung der Einsatzabteilung investiert. Im Berichtsjahr seien dies mehr als 10 000 Euro gewesen, davon 2500 Euro für die Jugendarbeit. Um dies schultern zu können, seien auch Spenden erforderlich. Kassenwartin Birgit Mock gab Einzelheiten zum finanziellen Geschehen.

Wie der Vorsitzende weiter ausführte, sei das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr einer der Höhepunkte im Berichtsjahr gewesen. Das diesbezügliche Sommerfest habe eine große Resonanz gefunden. Viele Ehemalige seien gekommen. Erfreuliches berichtete Jahn auch über den Kalten Markt, wo die Feuerwehr alljährlich mit ihrer „Löschbude“ präsent ist.

Große Pläne hat die Feuerwehr Schlüchtern-Innenstadt für das Jahr 2021: Das 100-jährige Bestehen soll gefeiert werden. Dazu soll am 28. und 29. Mai der Stadtfeuerwehrtag ausgerichtet werden.

„Danke für die Arbeit, die Sie an den Menschen im Bergwinkel leisten“, sagte Landrat Thorsten Stolz (SPD) in seiner Ansprache. Die Feuerwehr sei ein „unglaublich wichtiger und unverzichtbarer Baustein bezüglich der inneren Sicherheit“. Der Landrat hob hervor: „Wir haben in unserem Land eine gute Sicherheitsstruktur: Wenn der Bürger die 112 wählt, kann er sicher sein, dass innerhalb von zehn Minuten die Feuerwehr kommt – und dies größtenteils auf freiwilliger und ehrenamtlicher Basis.“ Dies sei nicht überall auf der Welt so. Lobende Worte hatte Stolz für das „Super-Miteinander“ zwischen Förderverein und Einsatzabteilung bei der Feuerwehr Schlüchtern parat. Zur aktuellen Corona-Lage gab der Landrat zu bedenken: „Das Klima in unserer Gesellschaft wird rauer.“ Er warb um Achtsamkeit und Rücksichtnahme.

„Es ist ein beruhigendes Gefühl für die Bevölkerung, dass sie sich in allen Notlagen auf die Feuerwehr verlassen kann“, sagte Kreisbrandmeister Carsten Ullrich in seinem Grußwort. Die Corona-Pandemie stelle die Feuerwehren vor große Herausforderungen. Zur aktuellen Entwicklung gab Ullrich bekannt, dass das Lehrgangswesen auf Kreis- und auf Landesebene seit dieser Woche erneut eingestellt ist.

Ein „hervorragendes Management der Corona-Krise“ bescheinigte Stadtrat Reinhold Baier der Feuerwehr Schlüchtern. Die Einsatzbereitschaft sei stets sichergestellt gewesen. Er dankte den Wehrleuten für ihr diszipliniertes Verhalten.

DER VORSTAND

Vorsitzender: Mirko Jahn

Stellvertreter: Norbert Griebel

Kassenwarte: Birgit Mock, Werner Franz

Schriftführer: Ramona Alt, Frank Eckhardt

Zeugwart: Jens Ullrich

Pressewart: Kurt Beck

Wehrausschuss: Johannes Röder, Dirk Glock

GEEHRTE

25 Jahre fördernde Mitgliedschaft:
Mathias Gärtner, Dirk Glock, Jörn Hagemann, Thorsten Malter, Wolf- gang Mehner, Christoph Schellenberg, Dieter Schmitt.

Text und Bild: Fritz Christ