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Jugendfeuerwehr Großübung in Schlüchtern am 07.09.2019

Einmal wie die großen Rettungskräfte durften sich am Samstagnachmittag knapp 120 Kinder und Jugendliche in Schlüchtern fühlen. Beteiligt waren neben den Jugendfeuerwehren aus Ahlersbach, Gundhelm, Herolz, Hohenzell, Kressenbach, Niederzell, Schlüchtern, Vollmerz und Wallroth, das Jugendrotkreuz Schlüchtern und Vollmerz sowie die THW-Jugend aus Steinau.

Um 14:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Übungsobjekt war das ehemalige Kaufhaus Langer. Aus diesem mussten die kleinen Nachwuchshelfer knapp 30 Verletzte aufsuchen und hinaus transportieren. Das Jugendrotkreuz hat dann an einem zentralen Sammelplatz die verwundeten Personen versorgt.

Knapp 50 Zuschauer verfolgten sichtlich beeindruckt das Geschehen von der gegenüberliegenden Straßenseite. Stadtjugendfeuerwehrwart Heiko Kirchner, der die Einsatzleitung hatte, kommentierte für den Laien verständlich den Ablauf der Übung.

Über das gesamte Erdgeschoss und im ganzen Kellerbereich des Gebäudes irrten die Statisten umher. In einer Geisterstadtatmosphäre mit verdunkelten Räumen, leeren Wühltischen und umgefallenen Einkaufswagen wurde dies zu einem einzigartigen Erlebnis für alle Teilnehmer. Manche lagen sogar unter Regalen und Brettern verschüttet. Hier kamen Hebekissen, Stemmeisen und vieles mehr zum Einsatz.

Parallel dazu wurden von drei Seiten des ehemaligen Kaufhauses ein großflächiger Löschangriff durchgeführt. Hier mussten die Kinder und Jugendlichen von der Wasserentnahme am Hydranten bis hin zum wasserabgebenden Strahlrohr unter Anleitung der Betreuer den Löschangriff eigenständig aufbauen.

Um 16:00 Uhr wurde die Übung beendet, nach den Aufräumarbeiten gab es für alle zur Stärkung Würstchen und Getränke. Bürgermeister Matthias Möller sprach von einer tollen Veranstaltung und beeindruckenden Leistung der Kinder und Jugendlichen.

Die Großübung fand im Rahmen der diesjährigen „Ab in die Mitte!“-Veranstaltungsreihe statt. In Schlüchtern stehen die Aktivitäten dieser Veranstaltungsreihe unter dem Motto „6 I 36 I 76 – Schlüchterns Drei-Generationen-Prinzip“. Sie stehen für Aktivitäten aller Generationen unserer Stadtgesellschaft. Auf diese Weise wird erlebbar, welches reichhaltige gesellschaftliche Entwicklungspotential mit dem „6 I 36 I 76 – Drei-Generationen-Prinzip“ generieren kann. Hier stand federführend Kerstin Baier-Hildebrand von der Stadt Schlüchtern bei der Organisation mit Rat und Tat zur Seite. So kamen die Kinder und Jugendlichen der Hilfsorganisationen in den Genuss, diese einmalige Großübung miterleben zu dürfen. Alle Teilnehmer erhielten hinterher als Dankeschön und zur Erinnerung ein T-Shirt geschenkt.

Die Stadtbrandinspektoren Werner Kreß und Andreas Leipold sowie die Stadtjugendfeuerwehrwarte Heiko Kirchner und Thomas Junk sprachen hinterher von einer sehr gelungenen Veranstaltung. Die Kinder und Jugendlichen sind alle auf ihre Kosten gekommen und waren hoch motiviert vollen Eifers dabei.

Bilder von Jens Höhn, Mario Wirthmann, Jérôme Staron, Lena Eberhardt und Benjamin Tiyaworabun